
Zur Person
|
Rebecca Reinmuth
|
Natürlich bin auch ich, so wie die meisten Hundetrainer, mit Hunden aufgewachsen. Bei mir zu Hause konnte man eher von einem kleinen Zoo sprechen. Im Laufe meiner Jugend waren neben den Hunden (Schäferhunde, Boxer, Yorkshire-Terrier, Dackel, Shi Tzus und Riesenschnauzer), Katzen, Pferde, Wellensittiche, Zwergkaninchen, massig Zierfische und immer mal wieder ein Frosch im Garten anwesend.
Oft lese ich, dass sich jeder schon in frühster Kindheit darüber im Klaren war, irgendwann einmal etwas mit Hunden machen zu wollen. Gut, in dieser Beziehung sah es bei mir nicht anders aus. In meiner damaligen Vorstellungswelt konnte man nur dann etwas mit Hunden beziehungsweise allgemein mit Tieren machen, wenn man Tierarzt wird. Dies kam für mich überhaupt nicht in Frage. Tieren etwas antun? Sie mit Nadeln piecksen? Sie operieren? Nein, niemals. Kindische Unwissenheit. Doch damals war der Beruf Hundetrainer auch noch nicht verbreitet. Ich hätte mir sowieso nichts darunter vorstellen können.
Zu diesem Beruf kam ich durch meine Kleinste. Meine Havaneser-Hündin Oona. Ich war mit ihr brav in der Welpenstunde bei einem Schäferhundverein. Mitte 2004, ich war gerade 29 Jahre alt geworden, wurde ich angesprochen, ob ich nicht Interesse hätte, über den Verein eine Prüfung zum Trainer abzulegen. Ich war überrascht; fühlte mich aber gleichzeitig sehr geehrt. Ab da fing ich an zu recherchieren und erkannte, dass zum Berufsbild Hundetrainer mehr gehört, als eine Vereinsprüfung. Und sicherlich mehr als die Signale „Sitz, Platz, Fuß“.
Im Zuge meiner Recherchen ging ich zu einem Vortrag in der Nähe von Frankfurt. Dieser Abendvortrag drehte sich um Hundeverhalten, Hundebegegnungen und Ausdrucksverhalten von Zwei- und Vierbeinern. Dieser Abend hat meine Sicht auf die Komplexität der Hund-Mensch-Beziehung völlig verändert.
Obwohl ich einiges an Hundeerfahrung mitbrachte und mit meinen Vierbeinern immer, wie ich dachte, sehr gut klar gekommen war, hatte ich eigentlich nur Bahnhof verstanden!
Nach diesem Vortrag wusste ich: „Ich will es genau wissen!“
Noch in der Nacht meldete ich mich bei der „Hundeakademie Perdita Lübbe“ zu einem einwöchigen Praktikum an.
Von da an ging alles Schlag auf Schlag: Ich belegte viele Seminare bei namhaften Hundetrainern, Verhaltensbiologen und -forschern.
Über die Hundeakademie nahm ich an verschiedenen Seminaren, Workshops und Vorträgen teil, ließ mich mehrfach coachen, arbeitete praktisch mit Hunden und saugte alles an Wissen in mich auf, was nur hinein ging.
Heute kann ich ohne Übertreibung sagen, dass meine Ausbilder mich inspiriert haben das zu lernen, was man über Hunde und das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund wissen muss. Lernen und Wissensaneignung ist für mich nie abgeschlossen. Aus diesem Grund bilde ich mich ständig weiter fort.
So wurde ich Hundetrainerin. Die beste Entscheidung meines Lebens und für mich der schönste und erfüllendste Beruf der Welt.
Seit 2004 Hundetrainerin, Fortbildungen, Seminare und Vorträge unter anderem bei:
Perdita Lübbe-Scheuermann (Inhaberin der Hundeakademie Griesheim)Qualifikationslehrgänge BMH I, II, III zum Berater Mensch/Hund:
Petra Kryvi
Frauke Loup (Hundetrainerin der Hundeakademie Griesheim):
Ulrike Thurau (Hundetrainerin und Verhaltensberaterin, Inhaberin Hundeschule Groß-Gerau):
Dr. Udo Gansloßer (Verhaltensforscher und Zoologe):
Dorit Urd Fedderssen-Petersen (Verhaltenswissenschaftlerin und Tierärztin):
Günther Bloch (Verhaltensforscher und Wolfexperte):
Martin Rütter (Tierpsychologe):
Dr. Gabriele Niepel (Wissenschaftlerin und Inhaberin der Hundeschule Bielefeld):
Michael Grewe (Hundeverhaltensberater und Mitgründer von Canis-Zentrum für Kynologie):


